Obsthof

11

1. Hüossen
2. Fähre
3. Hungerstein
4. Kirche
5. Gasthaus Anker
6. Spritzenhaus
7. Hof von Korff
8. Bäckerei
9. Niependoor
10. Kuhkamp
11. Obsthof

Schäferei

Familie Flöter betrieb die Wanderschäferei. Mit der Herde wurden zeitweise die Flugplatzflächen auf dem Ith beweidet. Über die Äcker zog die Herde dann von Ort zu Ort.

Mit dem Generationswechsel wurde die Schafhaltung aufgegeben.  Der Hofnachfolger betreibt Obstplantagen mit Heidelbeeren, Kiwi und Kirschen.

Hochwassermarke – wenn die Weser zeigt, wer hier das Sagen hat

Hajen liegt auf einer Landzunge in der Weserniederung. Früher führte sogar ein zweiter Weserarm an Frenke vorbei und mündete bei Latferde wieder in den Hauptfluss. Bei starkem Hochwasser steht deshalb nicht nur das Bruch, sondern auch die Zufahrten von Frenke und Latferde unter Wasser. 

An das Hochwasser vom 11. Februar 1946 erinnert ein Stein an der Böschung beim Sportplatz. Der Stein hat übrigens eine spannende Vorgeschichte: Ursprünglich markierte er die Bückebergfeste und stand an der Straße beim Windmühlenfeld kurz vor Latferde.

Heute erinnert er daran, dass die Weser sich gelegentlich sehr deutlich in Erinnerung ruft.  

 

 Mosterei Klöpfer – Saft mit Geschichte

Hier befand sich die Süßmosterei Klöpfer – später ergänzt durch Getränkemarkt und Transportbetrieb. Das Prinzip war einfach, aber effektiv:

Das Obst wurde in einer Mühle zerkleinert, in Presstücher gepackt und mit einer hydraulischen Kolbenpresse ausgepresst. Der Rohsaft lief durch Zentrifuge und Filter direkt in die Flaschen, die anschließend dampferhitzt wurden, damit der Saft lange haltbar blieb.

Selbst in den Kriegsjahren hielt Marie Klöpfer den Betrieb am Laufen. Wer eigenes Obst brachte, bekam es als Saft zurück – ein fairer Tausch.

Später kam die eigene Limonade „Ruhbergperle“ dazu, außerdem ein Getränkehandel und ein Fahrdienst mit VW-Bullis.

Ein weiteres Gebäude an der Thingstraße wurde inzwischen abgerissen.

Wenn du diesen Weg Richtung Weser gehst, kommst du zur Station 1. Früher waren hier rechts und links des Weges Gärten. Vor allem die Pacht der Gemeindegärten auf der rechten Seite war heiß umkämpft. Auf der linken Seite hatte u. a. Klöpfers ihr Gartenland mit Hühnerhaus, wehalb im Dorf die Straße den Namen „Eier-Schnellweg“ bekam.

Solltest du ins Dorf zurückkehren wollen, sei vorsichtig wegen der Autos am Engpass zwischen Freises und Flöters Hof. Du kommst dann am Schepperpad vorbei. Dort war ein weiteres Schmiede- und Landtechnik – Unternehmen. Und im Hellweg war früher noch die Tischlerei Meyer.