Bäckerei
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1. Hüossen
2. Fähre
3. Hungerstein
4. Kirche
5. Gasthaus Anker
6. Spritzenhaus
7. Hof von Korff
8. Bäckerei
9. Niependoor
10. Kuhkamp
11. Obsthof
Gasthof Zur Krone (heute Haus Nr. 16)
Seit 1872 wurde in diesem Haus (ehem. Nr. 39) eine Gastwirtschaft von der Familie Brockmann (H.W., Betra, Wilhelm, Hermine) betrieben.
Doch schon lange zuvor bestand im Ort das Recht der Branntweinbrennerei, und bereits 1620 wird Hermann Fricke als Brenner erwähnt. Später erwarb Erich Behlings Braurechte, sodass zeitweise das gesamte Bier für das Amt Grohnde in Hajen gebraut wurde. Eine Verordnung, nach der sämtliches Amts-Bier ausschließlich im Amtshaus in Grohnde zu brauen sei, hob dieses Recht jedoch – trotz Behlings’ Widerstand – wieder auf.
Zurück zum Gasthaus „Zur Krone“: Neben dem Wirtschaftsbetrieb verkauften die Brockmanns hier sogar Colonial- und Materialwaren, Farbe, Waffen und Munition.
Von 1955 bis 1961 war das Haus an Otto Heißmeyer verpachtet. Er führte nicht nur die Gastwirtschaft, sondern betrieb zugleich die Poststelle des Ortes sowie einen Kohlenhandel.
1972 wurde die Gastwirtschaft geschlossen. Das Haus ging zunächst an die Familie Tunke, später an Wilhelm Bente über. Pläne, die Scheune abzureißen und das Gebäude für die Firma Hajener Landbrot umzubauen, scheiterten. Wie es mit den Gebäuden weitergeht, ist bis heute offen.
Die Geschichte der Bäckerei Bente – über Generationen hinweg
Die Geschichte der Bäckerei Bente beginnt im Jahr 1894, als Albert Bente in Hajen den Grundstein für das Unternehmen legt. Gebacken wird damals noch mit einfachsten Mitteln, doch schon früh zeigt sich der Wille zur Weiterentwicklung: Bereits 1895 hält mit der ersten Teigmaschine der Firma Hagen & Rienau aus Bremen moderne Technik Einzug – angetrieben nicht durch Strom, sondern über einen Pferdegöpel.
Ab 1908 übernimmt ein Benzolmotor den Antrieb des Kneters. In dieser Zeit ist auch der Tauschhandel selbstverständlich: Für einen Zentner Roggen erhält man zwölf Brote – Geld ist nicht immer nötig, Vertrauen zählt.
Nach dem Tod des Firmengründers Albert Bente im Jahr 1928 führt die nächste Generation den Betrieb weiter. 1933 wird die Backstube vergrößert und um einen Stall ergänzt. Inzwischen arbeiten bereits drei Gehilfen in der Bäckerei. 1938 wird Sohn Wilhelm geboren. Wegen häufiger Stromausfälle schafft man ein eigenes Stromaggregat an – Selbstständigkeit war schon immer Teil der Firmenphilosophie.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs modernisiert sich der Betrieb weiter: Zunächst kommt ein motorisiertes Dreirad zum Einsatz, später folgt der erste VW-Bus, der das Brot in die umliegenden Orte bringt.
1961 besucht Wilhelm die Meisterschule in Arnsberg, sammelt anschließend Erfahrung und betreibt von 1963 bis 1965 eine eigene Bäckerei in Hehlen. 1965 übernimmt er schließlich den väterlichen Betrieb in Hajen. Mit der ersten Filiale in Frenke im Jahr 1971 beginnt das Filialgeschäft. Kunden in Tündern und Groß Berkel werden nun regelmäßig beliefert.
Der Betrieb wächst weiter: 1986 wird das Nachbargrundstück gekauft und erneut angebaut. Ein schwerer Einschnitt folgt 1989 mit dem Tod von Wilhelm jun. Seine Frau Hannelore und Sohn Wilhelm Haukeführen die Bäckerei gemeinsam weiter. 1990 wird der gesamte Betrieb umfassend modernisiert.
1993 ist ein Jahr der Gegensätze: Wilhelm besucht ebenfalls die Meisterschule – gleichzeitig brennt die neue Backstube fast vollständig ab. Doch der Wiederaufbau erfolgt sofort.
In den folgenden Jahren wächst das Unternehmen stetig: 1995 übernimmt Wilhelm einen Betrieb in Hameln, 1998 wird erneut angebaut. 2001 übergibt Hannelore den Betrieb in Hajen an ihren Sohn. Durch die Übernahme weiterer Filialen im Jahr 2006 sowie die Eröffnung am Bahnhof Hameln entwickelt sich die Bäckerei zu einem modernen Handwerksbetrieb mit regionaler Bedeutung. Mittlerweile arbeiten rund 70 Mitarbeiter im Unternehmen. Die Produkte werden in 11 Filialen im Raum Bodenwerder, Emmerthal und Hameln, auf den Wochenmärkten in Eschershausen, Bodenwerder, Kirchohsen und Hameln sowie mit sieben Verkaufsmobilen vertrieben. Diese sind in rund 120 Ortschaften im Weserbergland unterwegs – als echter mobiler Nahversorger.
Im Jahr 2025 wird der Betrieb schließlich verkauft. Damit endet eine über 130-jährige Familien- und Handwerkstradition, die Hajen und die Region über Generationen geprägt hat.
Ehemaliger Laden Meyer / Zucker
(ehem Nr. 35), heute Haus Nr. 18)
In diesem Haus befand sich das Geschäft von Theo Meyer. Um 1960 warb er für Gemischtwaren und Textilien. Ab 1967 führte Willibald Zucker, gelernter Konditor, das Geschäft bis 1981 weiter.
1973 wurde der Laden durch einen Anbau erweitert.