Niependoor
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Zimmerplatz
Das Dreieck inmitten der Straßen wurde früher von Zimmerleuten benutzt. Die Zimmerei Ebbecke befand sich dort, wo heute das Wohnhaus der Familie Möller (Niependoor 3) steht.
Für den Bau von Fachwerkhäusern wurden die Balken zurecht gesägt und dann auf dem Boden liegend auf dem Platz zusammengefügt. Wenn alles passte, wurden die Balken mit römischen Ziffern versehen, wieder auseinander gebaut und zum eigentlichen Aufstellort gebracht. Dort fügte man wieder ganze Wände oder Wandteile am Bodenzusammen und richtete diese mit gemeinsamer Kraftanstrengung auf. Nachdem die Zimmerleute ihr Handwerk verrichtet hatten, konnte dann mit allen Beteiligten ein Richtfest gefeiert werden.
Zum Saisonabschluss kamen früher Schausteller ins Dorf und bauten auf dem Zimmerplatz eine Schiffschaukel auf. Ältere erinnern sich noch mit Vergnügen daran.
Den heutigen Zustand verdankt der Platz der Dorfgemeinschaft, die diesen umgestaltet hat, mit Bücher- und Infoschrank sowie Sitzmöbeln versehen und auch selber pflegt.
Baugeschäft Lange /Beye
Vom Maurermeister Heinrich Lange ist im Jahr 1864 ein Baugeschäft gegründet worden. Sohn Wilhelm Lange und dessen Neffe Robert Beye haben den Betrieb fortgeführt. Dessen Sohn Robert Beye, Dipl. Ing. und Gebäudeschätzer hat am 31.01.1991. das Unternehmen aufgelöst.
Gemeindehaus
Wo heute ein Ein-Familienhaus steht, befand sich vormals das Gemeindehaus. In diesem wohnten sozial schwache Personen.
Nach dem 2. Weltkrieg war es zunächst von der Familie Krause, Vertriebenen, bewohnt, bis diese „ins Oberdorf“ umzogen.
Ein Ziegenbock gibt Milch
1953 lebten in Hajen rund 140 Ziegen – und natürlich gab es auch eine Deckstation. Betreut wurde sie von Vater Krause, der sein Handwerk verstand.
Aus Börry bekam er einen neuen Ziegenbock namens Hans, der dort bereits zwei Jahre lang „gute Dienste“ geleistet hatte. Doch bald fiel Vater Krause etwas Seltsames auf: Hans bekam immer dickere Striche. Aus Neugier probierte er zu melken – und staunte nicht schlecht: Der Bock gab Milch.
Ob die berüchtigte Weser-Luft diese hormonelle Überraschung verursacht hat, konnte nie geklärt werden. Sicher ist nur: In Hajen war selbst ein Ziegenbock für Überraschungen gut.